Marine Geophysik und Hydroakustik

Bodensee (Deutschland)

Zusammenfassung

Der Bodensee, Deutschlands größter See, hat eine Länge von 60km, eine Breite von 10 km und eine maximale Wassertiefe von 250 m. Der Seespiegel liegt bei etwa 395 m über NN. Die Topografie des Meeresbodens ist in den vergangenen Jahren im Projekt "Tiefenschärfe" des Institutes für Seenforschung in Langenargen genaustens vermessen wurden. Mehr

bodensee karte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um die interne Struktur des Bodensees besser zu verstehen, fanden im Mai 2016 und November 2017 seismische Messkampagnen statt, bei der hochauflösende Mehrkanalseismik aufgezeichnet wurde. Diese Feldarbeiten fanden in Zusammenarbeit mit dem schweizer Institut für Geologie an der Universität in Bern und dem Institut für Seenforschung in Langenargen (IfS) statt. Das IfS stellte ein kleines Forschungsschiff des Institutes zur Verfügung, welches eine ideale Größe für die stattfindenden Messkampagnen war. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich der Untergrund des Sees bis in eine Tiefe von mehr als 300 m abbilden lässt. Das akustische Basement des Bodensees bildet ein verfestigtes Sediment mit einer deutlichen Stratifizierung, welches eine hohe Amplitude aufweist. Das zentrale Becken ist von einer dicken chaotischen Schicht gefüllt. Dies deutet auf Massenumlagerungen in diesem Bereich hin. Darüber haben sich gut stratifizierte junge Sedimente abgelagert.An den relativen steilen Beckenrändern lassen sich Verwerfungen ausmachen, die treppenförmig in das Becken hineinverlaufen.

seismic_bodensee

Verantwortliche Personen: Katja Lindhorst und  Sebastian Krastel

Partnerinstitute:

 

Forschungsfahrten:

  • May 2016 and November 2017