Marine Geophysik und Hydroakustik

ECOMAP

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Marine Umwelterforschung  in der Ostsee durch innovative opto-akustische Fernerkundung, Kartierung und Überwachung

Das EU-Programm BONUS fördert das Projekt ECOMAP (Start 1. September 2017). Ziel von ECOMAP ist es, innovative Methoden zur verbesserten Fernerkundung des Meeresbodens in der Ostsee zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf die physikalischen Auswirkungen des benthischen Lebens auf die Messverfahren. Wir schlagen innovative Messtechniken und einen Katalog, der neue Verfahren zur Implementierung von Fernerkundungsmethoden für ausgewählte Lebensräume beschreibt, vor. mehr

Naturgefahren vor Süditalien

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Die Kontinentalränder Süditaliens liegen entlang konvergierender Plattengrenzen, die von starker Seismizität und vulkanischer Aktivität betroffen sind. Die meisten Küstengebiete erlebten schwere Erdbeben, Erdrutsche und Tsunamis in historischer und/oder moderner Zeit. Das prominenteste Beispiel ist das Erdbeben von Messina am 28. Dezember 1908 (Ms=7,3; 80.000 Tote), das durch den schlimmsten Tsunami Italiens in der historischen Zeit (~2000 Tote) gekennzeichnet war. Es ist jedoch noch unklar, ob dieser Tsunami durch eine plötzliche Vertikalbewegung entlang einer großen Störung zur Zeit des Erdbebens oder durch eine durch das Erdbeben ausgelöste Riesenrutschung ausgelöst wurde. mehr

Tuaheni Rutschung vor der Küste Neuseelands

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SCHLIP3D - Submarine Clathrate Hydrate Landslide Imaging Project  (Tuaheni-Landslides vor der Ostküste Neuseelands)

Die Dynamik submariner Hangrutschungen ist bisher unzureichend verstanden. Während bei manchen Rutschungen das Material schnell den inneren Zusammenhalt verliert, bleiben bei anderen Rutschungen große intakte Blöcke erhalten. In der jüngeren Vergangenheit wurde zusätzlich postuliert, dass submarine Rutschungen auch durch eine sehr langsame Deformation (Kriechen) charakterisiert sein können. Der Tuaheni Rutschungskomplex vor der Ostküste Neuseelands kann als Prototyp einer sich langsam deformierenden Rutschung angesehen werden. Während der Ausfahrt TAN1404 (13.04.-08.05.2014) mit dem neusseeländischen Forschungsschiff Tangaroa haben wir 3D-seismische Daten mittels des sogenannten P-Cables über den Tuaheni Rutschungskomplexes gesammelt. Mehr...

NW-Afrika

 

 

Zusammenfassung

Schon seit einiger Zeit erforscht die Arbeitsgruppe den passiven Kontinentalrand vor Nordwest-Afrika. Er wurde von einem komplexen Zusammenspiel von sedimentären Transportprozessen geprägt, sowohl quer als auch entlang dazu. Während mehrerer Ausfahrten wurden die sedimentären Transportprozesse zwischen 12° und 19°N vor dem Senegal, Mauretanien und der Westsahara anhand von geophysikalischen und sedimentologischen Methoden untersucht.  Mehr...

Gefährdungsbeurteilung der Ozeane

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Studien zur Ozean-Gefahrenanalyse und deren Größen- und Frequenz-Beziehung wurden in erster Linie von Naturwissenschaftlern verfochten. Die physikalische und geologische Komplexität der Gefahren wird bei Risiko- und Vulnerabilitätsbewertungen der Sozialwissenschaftler oft nicht berücksichtigt oder angepasst. Daher ist der Bereich der Naturgefahren- und Risikobewertung eines der prominentesten Forschungsgebiete, wenn es um konvergente oder transdisziplinäre Wissenschaften geht. mehr